Was tut die Landeskirche gegen sexualisierte Gewalt? Was kann ich tun, wenn Verdacht entsteht?
„Als Landeskirche haben wir über diesen gesellschaftlichen Auftrag hinaus besondere Verantwortung für die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt, die im Rahmen der Kirche geschehen ist. Im Zentrum steht der Blick auf die von sexualisierter Gewalt Betroffenen. Ihr Mut und ihre Bereitschaft, sich auf unterschiedlichen Wegen an die Landeskirche zu wenden ist entscheidend. Die Macht der Scham ist oft noch nach Jahren und Jahrzehnten massiv. Deswegen sind die Wege und Zeiten oft lang, bis Betroffene sich durchringen, die Geschichten ihrer Verletzungen zu erzählen. Es kommt darauf an, mit der Macht der Scham zu rechnen, behutsam und mit offenen Ohren zu hören, was Menschen auch durch in der Kirche Tätige angetan wurde und auch heute noch gelegentlich angetan wird.“
Landesbischöfin Heike Springhart
Die Weiterarbeit am Umgang mit sexualisierter Gewalt, ihre Prävention sowie deren Aufarbeitung in unserer Kirche, um Menschen vor sexualisierter Gewalt zu schützen und Betroffene zu begleiten, ist uns ein elementares Anliegen.
Mitarbeitende können und sollen sich mit der Ansprechstelle in Verbindung setzten, wenn sie etwas beobachten, wahrnehmen oder ihnen irgendeine Situation nicht geheuer ist. Dies ist ein niederschwelliges Angebot zur Einschätzung von Situationen.
Wenn ein begründeter Verdacht von sexualisierter Gewalt bekannt wird und unmittelbar Interventionsmaßnahmen getroffen werden müssen, sind die Dienstvorgesetzten und die Meldestelle des Evangelischen Oberkirchenrates zu informieren, die die Meldung weiterbearbeiten und die zuständigen staatlichen Stellen informieren. Die Meldestelle ist unter
meldestelle@ekiba.de erreichbar. Den Betroffenen wird eine seelsorgliche Begleitung angeboten, sofern sie dies wünschen. Die Meldestelle ist in ihrer Tätigkeit selbständig und an Weisungen nicht gebunden.
Was kann ich tun, wenn ich selbst von sexueller Belästigung oder sexualisierter Gewalt betroffen bin?
Hilfe findest du bei der Stabsstelle “Schutz vor sexualisierter Gewalt” unserer Landeskirche:
ansprechstelle@ekiba.de